Lions Club unterstützt Auftaktveranstaltung „Coni Cube“ mit Verpflegung für 150 Schüler*innen

Helmstedt. Am 27.April 2026 fand in der Mensa der Giordano-Bruno-Gesamtschule (IGS Helmstedt) die Auftaktveranstaltung zum Quartiersprojekt „Coni-Cube“ statt. Grundschule Friedrichstraße, IGS und Quartiersmanagement in der Trägerschaft des Caritasverbandes für den Landkreis Helmstedt e. V. haben diesen Tag gemeinsam vorbereitet. Unterstützung gab es vom Programm „Sozialer Zusammenhalt“ und dem Lions Club Helmstedt, der die Verpflegung der Kinder über die Mittagszeit sichergestellt hat.

Die Idee zu dem Projekt kam im Zuge der Sozialraumanalyse für das Conringviertel 2025 auf. Interviewte Nachbarn, Ehrenamtliche und Hauptamtliche gaben vielfach an, dass das Conringviertel ein schlechtes Image hat. Das trage dazu bei, dass man „lieber nicht sagt, wo man wohnt“. Auch der Blick von außen auf den Stadtteil ist negativ. Oftmals thematisiert werden die maroden Straßen, die Vermüllung und die Konflikte im Zusammenleben. Die positiven Aspekte, wie etwa das Kloster St. Marienberg oder die Geschichte des Stadtteils als „Nachtjacketviertel“ werden selten herausgestellt.

Mit dem Projekt „Coni Cube“ soll die Perspektive der Kinder auf das Conringviertel in den Mittelpunkt rücken. Der 3. Jahrgang der Grundschule Friedrichstraße und der 5. Jahrgang der IGS Helmstedt werden in zwölf gemischten Gruppen an mehreren Terminen durch den Stadtteil gehen und dabei Dinge fotografieren, die den Kindern auffallen. Das kann von der schön gestalteten Häuserfassade bis zum nicht entsorgten Hundehaufen alles sein. Die älteren Schüler*innen unterstützen dabei die Jüngeren im Umgang mit der Technik.

Sind die Motive gesammelt, wählen die Gruppen eine kleine Anzahl aus, an denen sie im zweiten Halbjahr gestalterisch arbeiten. So wird aus den Fotos ein Scherenschnitt, etwas Figuratives, ein Kontrastbild oder etwas Abstraktes. Diese Werke werden erneut digitalisiert und auf die sechs Seiten mehrerer Sitzwürfel – „Coni-Cubes“ aufgebracht.

Ohne das herausragende Engagement der beiden Schulen und insbesondere der Schulsozialarbeit wäre dieses Projekt nicht möglich. Das aufeinander Abstimmen zweier unterschiedlicher Schulen mit unterschiedlichen Zeiten. Die Integrierung des Projektes in den Schulalltag, die Einbindung von zwölf Gruppenbegleiter*innen und die vielen kleinen To Dos haben eine monatelange Planung notwendig gemacht. Die Beteiligung der Kinder hatte dabei oberste Priorität. Die gemeinsame Auswahl von Orten die aufgesucht werden, die Motive, die Art der Gestaltung. All das verhandeln die Kinder miteinander. Am 4. Mai 2026 findet die erste Begehung im Conringviertel statt. Bis zu den Sommerferien werden drei weitere folgen.

| Foto: Andreas Warmbein